Der Hintergrund

Im Jahr 2004 stifteten das päpstliche Missionswerk missio und die Stiftung Promotio Humana, die durch die Missionszentrale der Franziskaner verwaltet wird, an der katholisch- theologischen Fakultät der Universität Würzburg den Stiftungslehrstuhl „Missionswissenschaft und Dialog der Religionen“. Dieser Stiftungslehrstuhl steht in der über 80-jährigen missionswissenschaftlichen Tradition der Universität Würzburg und will die wissenschaftlich-theologische Reflexion der Begegnung verschiedenen Religionen und Kulturen fördern. Seit 2010 gehören auch das Bistum Würzburg und die Universität selbst zu den Trägerinnen des Stiftungslehrstuhles.

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Universität Würzburg

Unter anderem zur Unterstützung des Stiftungslehrstuhles wurde im März 2012 auf Initiative der Missionszentrale der Franziskaner 1219. Deutsche Stiftung für interreligiösen und interkulturellen Dialog e.V. gegründet:

  • 1219 will die Arbeit und die Ergebnisse dieses Stiftungslehrstuhles über den universitären Bereich hinaus auch für andere gesellschaftliche Gruppen zugänglich machen.
  • 1219 will die Arbeit und die Ergebnisse des Stiftungslehrstuhles nutzen und sie in gesellschaftpolitisches Handeln auf den Feldern des Kultur- und Religionsdialoges und der universellen Menschenrechte umsetzen.

Mit seinem Satz, dass der „Islam zu Deutschland“ gehöre, hat Bundespräsident Christian Wulff anlässlich einer Rede zum Tag der Deutschen Einheit im Jahr 2011 viel Aufsehen und Widerspruch erregt. Tatsächlich ist nicht zu leugnen, dass die deutsche Gesellschaft in den letzten 50 Jahren bunter geworden ist und Menschen aus vielen Kulturen, Menschen mit unterschiedlichen religiösen Bekenntnissen nahezu selbstverständlich dazu gehören und in unserer Gesellschaft friedlich zusammen leben – und dies nicht nur in den großen Ballungszentren.

Gleichzeitig ist unsere Welt kleiner geworden. Unter dem Stichwort Globalisierung subsummieren wir heute auch, dass uns in Echtzeit Nachrichten aus aller Welt erreichen und dass Ereignisse auf der ganzen Welt unser Leben immer wieder massiv beeinflussen: seien es militärische und diplomatische Konflikte, die Auswirkungen auf die Preisentwicklung haben; seien es Terroranschläge, die Auswirkungen  auf unser Bewegungsfreiheit haben oder seien es Epidemien, die Auswirkungen auf unser Sicherheitsempfinden haben.

Der Pluralisierung unser Gesellschaft und der Globalisierung der Nachrichtentechnik, der Handelsstrukturen und der Politik steht allerdings keine merkbare Veränderung unsere Dialog- und Erkenntniskultur gegenüber. Ob lokal, regional oder global lässt sich mit dem Schüren von Vorurteilen weiterhin Stimmung machen, um politische, strategische oder ökonomische Interessen durchzusetzen.

Auf diesen Seiten erfahren Sie mehr über 1219:

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