1219 erhält Drei-Königs-Preis

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Am Freitag, den 26.1. 2018 wurde die franziskanische Initiative 1219. Religions- und Kulturdialog e.V. durch den Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin mit dem Drei-Königs-Preis ausgezeichnet. Die Organisation der Laien und ehrenamtlich Aktiven in der katholischen Kirche ehrte mit dem Preis jährlich Einzelpersonen oder Organisationen, die sich in besonderer Weise für das friedliche Zusammenleben der Religionen und Kulturen einsetzen.
In der Begründung heißt es, dass die franziskanische Initiative 1219. Religions- und Kulturdialog mit ihrem Engagement einen „wichtigen Beitrag gegen Vereinfachung, Vorurteile und Xenophobie leistet und das freie, friedliche und gedeihliche Miteinander fördert.“
Seit 2012 ist die franziskanische Initiative 1219. Religions- und Kulturdialog im Religionsdialog und der religionsübergreifenden Zusammenarbeit aktiv. Mit Seminaren, Vorträgen, Tagungen und Publikationen vermittelt sie Wissen über Glaubensinhalte, Bräuche, Riten, Rituale und Hintergründe verschiedener Religionen. Sie engagiert sich im Berliner Forum der Religionen und organisiert zusammen mit einem interreligiös besetzen und ehrenamtlich arbeitenden Initiativkreis die Lange Nacht der Religionen in Berlin, an der sich im Jahr 2017 fast 100 Religionsgemeinschaften beteiligen und die von ca. 10.000 Menschen besucht wurde. Zurzeit setzt sich 1219 gemeinsam mit der Initiative „Ohne Unterschiede“ in besonderer Weise für einen fairen Umgang mit Musliminnen und Muslimen sowie dem Islam ein.
Der Name 1219 bezieht sich auf das Jahr 1219, in dem der heilige Franziskus von Assisi während des 5. Kreuzzuges nach Ägypten reiste, um im Gespräch mit dem militärischen und geistlichen Oberhaupt der Muslime, Sultan Al-Kamil Muhammad al-Malik, den Krieg zu beenden.
In seiner Dankesrede zur Preisverleihung während des Gottesdienstes in der St. Hedwigs-Kathedrale mit Erzbischof Dr. Heier Koch, betonte der Geschäftsführer von 1219, Dr. Thomas M. Schimmel:
„(…) Wir Christinnen und Christen haben eine besondere Verpflichtung für den Frieden und den respektvollen Umgang miteinander. Es ist unser ureigener Auftrag, uns für das friedliche Miteinander einzusetzen: In der globalisierten Welt, in den Dörfern und Gemeinden, in der Stadt, im Kiez – ja sogar im Seitenflügel links. Wir Christen haben aus eigenem Selbstverständnis keine Feinde – aber wenn sich andere zu unseren Feinden erklären, dann ist es uns aufgetragen, sie zu lieben und entsprechend zu handeln. Wenn wir diesen Friedensauftrag nicht erfüllen und in unserer Zeit, an unserem Ort nicht umsetzen, nehmen wir unseren Glauben nicht ernst. Franziskus hat uns in der Begegnung mit dem Sultan auf beeindruckende Weise ein Vorbild gegeben. Als franziskanische Initiative versuchen wir, diesem Vorbild im interreligiösen Dialog nachzueifern.“ Bitte hier die ganze Rede lesen.

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